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Eine kleine Weltreise – Warum ich meinen Rucksack packte

WARUM eine Weltreise? WARUM müssen es Monate sein? WARUM reichen denn nicht 4 Wochen?

WARUM?  Eine so einfache Frage und doch nicht so leicht zu beantworten. Und wirklich verstehen werden es nur diejenigen, welche die gleiche Sehnsucht im Herzen tragen wie ich. Dennoch versuche ich meine Gedanken und Gefühle über meine Entscheidung für das Reisen auf Zeit festzuhalten, um sie mit dir zu teilen.


Ich war schon immer auf Reisen. Früher mit meinen Eltern in der Schweiz, auf Lanzarote oder Barcelona. Kaum war ich alt genug, bin ich alleine mit Freunden losgezogen.
Ich war schon mit 16 in Kanada, mit 17 in Kambodscha und Vietnam. Später 4 Wochen auf Europatour, dann 4 Wochen Thailand. Es verging kein Jahr in dem ich nicht auf Reisen war.

Du merkst, seit dem allersten Mal kann ich nicht mehr davon ab. Vielleicht kann man sagen, dass ich süchtig bin. Und meistens reichen dann nicht 1 oder 2 Wochen. Es kann gar nicht lang genug sein.
2 Wochen Urlaub sind dafür da, sich von seinem Stress im Alltag zu erholen. 2 Wochen sind einfach viel zu kurz, um intensiv das Land, die Kultur, die Reise und sich besser kennenzulernen. Und man ist einfach wieder viel zu Schnell zurück. Zurück in seiner Routine. In seinem Alltag.

Ich hatte schon immer mehr Fernweh, als Heimweh. Nicht, dass ich mich daheim nicht wohl fühle, ich liebe mein Zuhause, ich kehre immer gerne heim. Doch ich muss auch immer wieder gehen, um wertzuschätzen und ja auch zu realisieren und dankbar dafür zu sein, was ich Zuhause habe und wie gut es mir dort eigentlich geht.

 

Wann ist der richtige Zeitpunkt für meine Reise?

Heutzutage trifft man kaum jemanden, der nicht für ein halbes Jahr oder Jahr ins Ausland gegangen ist. Sei es Work and Travel nach dem Abitur oder ein Auslandssemester während des Studiums. Gerade Länder wie Thailand, Australien und Neuseeland machen vor allem in Kombination mit günstigen Flugmöglichkeiten, einen Einstieg ins Langzeitreisen einfach. Auch die Hochschulen und Universitäten, die ihre Absolventen auf einen immer größeren internationalen Arbeitsmarkt vorbereiten müssen, empfehlen die Entscheidung zum Auslandssemester und gestalten die Hürden dafür denkbar gering.

Da ich aber weder nach dem Abitur auf Entdeckungstour war, noch ein Auslandssemester absolviert habe, habe ich einfach für mich den Entschluss gefasst, nach meinem Studium meinen Rucksack zu packen und loszuziehen. Bevor ich mich in einen neuen Lebensabschnitt wage, möchte ich mir so eine kleine Auszeit gönnen. Mir Gedanken machen über das Leben, über mich, über meine Zukunft. Und ja, es ist es in der heutigen Zeit dank Sabbatical Year einfacher denn je, sich eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Aber es muss einfach JETZT sein.

 

Was bringt mir das Reisen?

Ich bin neugierig auf die Welt. Wenn nicht sogar hungrig. Es ist nicht stillbar. (Wenn ich in einem neuen Land bin, dann fallen mir 10 weitere Länder ein, die ich unbedingt bereisen möchte.) Ich möchte neue Menschen, neue Kulturen kennenlernen. Jeden Tag etwas Neues erleben. Ich möchte keine Langeweile spüren. Ich möchte die Welt mit meinen eigenen Augen sehen und mir selbst ein Bild machen.

Ich möchte es spüren. Fühlen. Aufsaugen. Und es Verstehen. Was fasziniert mich besonders? Kultur? Menschen? Natur? Landschaft? Die Schönheit der Welt kennenlernen, aber auch die Schattenseiten und es hinterfragen.

„Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.“ – Alexander von Humboldt

Reisen ist essentiell, um Energie, Inspiration und Motivation für das zukünftige Leben zu tanken. Das Abenteuer Arbeit kommt schneller, als es einem lieb ist. Und dann steht plötzlich der Alltag vor der Tür. Alltag gehört klar dazu, auch beim Reisen irgendwann. Aber es fühlt sich verdammt anders an. Die Vorhersehbarkeit, der Ablauf, die Routine. Das bin ich nicht. Ich lasse oft Dinge auf mich zukommen, ich bin spontan und abenteuerlustig. Zu machen nach was einem gerade in den Sinn kommt. Einfach planlos. Einfach drauf los.
Ich fühle mich lebendig. Es ist wie ein Lebenselexier. Ich liebe das Abenteuer. Das Neue. Die Abwechslung. Das Erleben.

Darum ist es gut, ab und zu einmal auszubrechen. Auf der Suche nach Neuem.
Und ja ich kann es nicht leugnen. Reisen ist eine Flucht. Und das ist auch gut so. Wer will denn das nicht? Eine Zeit lang weg von allem was er kennt.

Es ist aber auch eine „innere Reise“, um sich besser kennenzulernen. Seine Stärken. Seine Schwächen. Sich selbst zu finden oder auch zu verlieren.
An seinen Herausforderungen wachsen. Mit Ausnahmesituationen zurecht zukommen.
Ich möchte mich Abhänge herabstürzen, die höchsten Berge erklimmen und mich einfach so richtig lebendig fühlen. Oder die andere Sorte Abenteuer, wenn ich mich in unbekanntes Gelände vorwage. Dinge zum ersten Mal mache und meine Komfortzone verlasse. Seine Grenzen austesten. Wo ist mein Limit? Wie weit bin ich belastbar?

Doch Reisen kann auch Schattenseiten haben. Reisen schmerzt.  Reisen nervt. Es ist anstrengend. Es ist hässlich. Es bringt dich zum Verzweifeln. Doch das ist es, was das Reisen so spannend macht. Denn neben all diesen Dingen, ist Reisen etwas so wunderbares. Es zeigt dir, wer du wirklich bist und zu was du fähig bist. Es lehrt dich. Es bringt dich zum Nachdenken. Es kann dich verändern. Es zeigt dir das Schöne, das Abenteuer, das Abwechslungsreiche, das Glück und das Lebenswerte. Alles auf einmal. Du spürst es in deinem Bauch. Heiß und Kalt. Ein Kribbeln, das deinen Körper hinauf wandert und dir ein warmes Strahlen in dein Gesicht zaubert. Es fühlt sich verdammt gut an. Du vergisst alles um dich herum. Und du lebst nur für diesen einen Moment.

„Nur Reisen ist Leben, wie umgekehrt das Leben Reisen ist.“ – Jean Paul

Und genau deswegen liebe ich das Reisen. Es gibt dir soviel.

 

Was ist mit dir? Möchtest du auch den Sprung ins Abenteuer wagen? Oder bist du bereits von deiner langen Reise wieder zurückgekehrt?

 

One comment

  1. Tina says:

    Hallo,
    ein wunderbarer Text. Ich kann dich so sehr verstehen, bei jeder neuen Rückkehr von einer Reise ist mein Fernweh noch größer und ich kann es kaum erwarten wieder auf neuem meinen Rucksack zu packen.
    Toller Blog übrigens. Ich bin gespannt auf weitere tollen Berichte. Mach weiter so!

    Liebe Grüße
    Tina

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